Leben auf einem Segelboot: Skipper Dominikus erzählt

Oktober 7, 2019

Dominikus ist leidenschaftlicher Skipper. Der gebürtige Österreicher wurde im Jar 2015 von Videos auf YouTube zum segeln motiviert und ist seitdem auf den Weltmeeren unterwegs. Er träumte nach einer beruflichen Veränderung davon, die Welt zu umsegeln, absolvierte direkt eine Ausbildung zum Skipper in Deutschland und hatte bald darauf seinen Segelschein in der Tasche.

Er schaffte es aus privaten Gründen am Ende zwar nicht ganz um die Welt, aber immerhin bis in die Karibik und segelt seither in verschiedenen Revieren Europas. In einem Interview erzählt er uns von der Vorbereitung auf sein großes Abenteuer, von seiner Atlantiküberquerung und von seinem jetzigen Leben mit Freundin und Hund auf einem Segelboot.

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Kannst du uns von deiner Atlantiküberquerung erzählen?

Meine Atlantiküberquerung startete mit einer langen Vorbereitungsphase. Ich habe einen Sommer lang an meinem Boot gearbeitet. Außerdem gab es reichlich zu organisieren, was die Papiere, das Visum und die Impfungen für meinen Hund angeht, ohne welche man auf bestimmten Karibikinseln nicht einreisen kann.

Als alles bereit war, sind mein Hund und ich von Caorle in Italien aus nach Kroatien gesegelt. Im Anschluss ging es weiter nach Montenegro und runter bis zum Stiefel. Wir überquerten die Straße von Messina nach Trapani und machten uns schließlich auf nach Sardinien, Menorca und Mallorca. Von den Balearen segelten wir über den Süden Spaniens nach Gibraltar. 

Von dort aus ging es weiter nach Madeira, Porto Santo und nach Teneriffa. Auf den Kanaren, lernte ich meine jetzige spanische Freundin kennen, aber ich machte mich schon bald weiter auf den Weg nach El Hierro und über den Atlantik nach Martinique.

In Martinique angekommen musste ich einige größere Reperaturen an meinem Boot vornehmen. Im Anschluss erkundete ich noch Grenada, Saint Lucia, Saint Vincent und die Grenadinen sowie Saint Martin, bevor es über die Azoren wieder zurück nach Portugal ging.

Dominikus Route:

Wie ist es, den Atlantik auf einem Segelboot mit einem Hund zu überqueren?

Sowohl ich als auch der Hund gewöhnten uns sehr schnell an das Leben an Bord. Ich war froh den Hund an meiner Seite zu haben, da ich auf meiner Reise sehr viel alleine unterwegs war. Es war gut, ein wenig Gesellschaft zu haben. Auch wenn das Segeln mit Hund ein wenig mehr Vorbereitung erfordert – es funktioniert.

Inzwischen bin ich wieder zurück in Europa und lebe noch immer mit Hund und inzwischen auch mit meiner Freundin auf dem Boot. Den Sommer über segelten wir rund um die Balearen und hatten immer wieder nette Mitsegler an Bord. Den Kindern hat es dabei ganz besonders gefallen, während des Urlaubs mit dem Hund herum zu tollen.

Was gefällt dir an deinem Leben auf dem Meer am besten?

Ich liebe an meinem Leben auf dem Boot vor allem die Freiheit. Ich bin nicht an einen Ort gebunden, entdecke jeden Tag neue Plätze und treffe neue Leute.

Bei all der Abwechslung gibt es aber auch Routinen in meinem Alltag an Bord. Am Morgen wird aufgestanden, dann ein Kaffee getrunken und eine große Runde mit dem Hund gemacht. Im Anschluss checke ich das Wetter und bespreche die Route für den Tag.

Mittags gibt es Essen an Bord und abends wird eventuell in einer schönen Bucht gegrillt. Am Ende des Tages laufe ich noch meine gewohnte Runde mit meinem Hund. Deshalb versuche ich immer an Plätzen zu ankern, an denen ich mich gut mit dem Hund bewegen kann – das heißt viel Natur und freie Strände

Am Segeln gefällt mir am meisten die Abgeschiedenheit und Ruhe. Ohne Handyempfang und Internet, ist es für mich die perfekte Möglichkeit abzuschalten.

Ich kann allen, die noch nie mit an Bord waren nur raten, es einmal auszuprobieren, die Dinge ganze entspannt betrachten, nichts erzwingen, einfach die Ruhe genießen und keine Angst haben!“

Mitsegeln mit Dominikus

Dominikus Mitsegler erwartet eine tolle Zeit an Bord inmitten der Natur und voller Ruhe und Entspannung. Besonders Familien fühlen sich bei ihm an Bord wohl. Die Kinder lieben es mit dem Hund zu spielen, während die Eltern die Ruhe genießen. Jeder erlebt die Tage auf seine Weise.

Den Winter verbringt Dominikus entweder auf den kanarischen Inseln oder in der Karibik. Wer ihn für eine Weile auf seinem Boot begleiten möchte, findet seine Urlaube unter dem unten stehenden Link.